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Pflegedienst vs. Alltagsbetreuung – welche Gründungsform passt zu mir?

Pflegedienst vs. Alltagsbetreuung – welche Gründungsform passt zu mir?

Sie möchten in der Betreuung und Pflege tätig werden? Dann stoßen Sie schnell auf die Frage: Sollte ich einen Pflegedienst oder einen Dienst für Alltagsbetreuung gründen? Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für Ihre Geschäftslizenz, Ihre Personalausstattung und Ihre Rentabilität.

Die wesentlichen Unterschiede

Alltagsbetreuung umfasst Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben: Einkaufen, Haushaltsführung, Begleitung zu Arztbesuchen, Freizeitgestaltung. Hier benötigen Sie keine Pflegefachkräfte – geschultes Personal reicht aus. Die regulatorischen Hürden sind deutlich niedriger.

Pflegedienste erbringen medizinische Leistungen wie Wundbehandlung, Medikamentengabe oder Katheterverwaltung. Sie brauchen Pflegefachkräfte (Krankenpfleger, Altenpfleger) und unterliegen der strengeren Pflegeversicherungs-Zulassung nach SGB XI.

Gründungsanforderungen im Überblick

  • Alltagsbetreuung: Keine staatliche Zulassung nötig, Anmeldung beim Gewerbeamt, einfache Betriebserlaubnis möglich
  • Pflegedienst: MDK-Zulassung erforderlich, Personalschlüssel vorgegeben, regelmäßige Qualitätsprüfungen

Die Alltagsbetreuung ist wirtschaftlich leichter zugänglich und schneller rentabel. Der Pflegedienst eröffnet höhere Umsatzpotenziale, erfordert aber größere Investitionen in Qualifizierung und Compliance.

FAQ

Kann ich beides kombinieren?
Ja, viele erfolgreiche Gründer starten mit Alltagsbetreuung und erweitern später um Pflegeleistungen. Das reduziert das Startrisiko erheblich.

Welche Form ist rentabler?
Pflegedienste erzielen höhere Stundensätze (45–65 Euro), Alltagsbetreuung liegt bei 20–35 Euro. Allerdings amortisiert sich die Alltagsbetreuung schneller.

Wie lange dauert die Zulassung?
Alltagsbetreuung: 2–4 Wochen. Pflegedienst: 6–12 Monate inklusive MDK-Prüfung.

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